Land und Leute


Geografie

Der kubanische Archipel besteht aus mehr als 4.150 Inseln und Keys mit einer Gesamtfläche von 109.884 km2 (ONEI, 2012). Neben der Hauptinsel mit 106.757,60 km2 und der im südwesten gelegenen zweitgrößten Insel, der Isla de Juventud (Insel der Jugend) mit 2.204,15 km2 befinden sich jeweils zwei Inselgruppen im Norden (Los Colorados und Sabana-Camagüey) und zwei im Süden (Jardines de la Reina und Los Canarreos).

Das kubanische Festland grenzt im Norden an die Straße von Florida (ca. 180 km) und die Kanäle von San Nicolás und Viejo de Bahamas (ca. 21 km), im Osten an den Paso de los Vientos und die Republik Haiti (ca. 77 km), im Süden an die Karibik, die Straße von Columbus und Jamaika (ca. 140 km) und im Westen an die Straße von Yucatán und Mexiko (ca. 210 km).

Die längste Ost-West-Ausdehnung beträgt 1.250 km und die schmalste Stelle der Nord-Süd-Ausdehnung 31 km. Der Umriss der Hauptinsel erinnert entfernt an ein Krokodil, weshalb man Kuba auch der „grüne Kaiman“ (spanisch: caimán verde) nennt.
Die höchste Erhebung ist der Pico Turquino (1974 m. ü. NN) in der südöstlich gelegenen Sierra Maestra.

Nach oben

Klima

Das Klima ist tropisch und wird hauptsächlich vom Nordostpassat geprägt. Aufgrund des relativ hohen Sonnenstandes und der Zugrichtung der Passatwinde sind die jahreszeitlichen Temperaturunterschiede gering, mit Durchschnittstemperaturen zwischen 22°(minimal 18°C Dezember/Januar) und 31°C (maximal 34°C Juli/August). Die Jahreszeiten sind hauptsächlich geprägt durch eine trockenere Periode von November bis April und einer Regenzeit von Mai bis Oktober.

Während der Regenzeit beeinflussen regelmäßig auftretende tropische Tiefdruckgebiete sowie Wirbelstürme (Hurrikans) aus der Karibik und dem südlichen Atlantik das Wettergeschehen. Die insbesondere durch die Hurrikane entstehenden schweren Verwüstungen beeinträchtigen die wirtschaftliche Entwicklung des Landes nachhaltig und sind für den Besucher hauptsächlich an der desolaten Verkehrsinfrastruktur erkennbar. Der gut funktionierende nationale Katastrophenschutz führt jedoch, im Gegensatz zu den benachbarten Inselstaaten, selten zu Opfern unter der Bevölkerung.

Nach oben

Demografie

In Kuba leben aktuell etwa 11,24 Millionen Menschen(Stand 2016) welche sich in 64 % Weiße(Nachfahren der spanischen Einwanderer), 9,5% Schwarze(Nachfahren der hauptsächlich madagassisch-afrikanischen Sklaven) sowie 26,5% Mestizen und Mulatten(Nachkommen aus den beiden anderen Bevölkerungsgruppen) unterteilen. Bemerkenswert sind dabei die regionalen Unterschiede, im westlichen Teil der Insel bezeichnen sich 70-80% als Weiße, während insbesondere im östlichen Santiago de Cuba nur 25% Weiße, aber 60% als Mulatten und Mestizen sowie 15% als Schwarze gelten.
Das präkolumbische Volk der Taino, das die Insel vor der Ankunft der Spanier besiedelte, gilt als ausgestorben.

Die Landessprache ist Spanisch mit einigen Besonderheiten zur spanischen Hochsprache wie auch gegenüber den sonstigen Hispanoamerikanischen Dialekten. Minderheitensprachen, wie auch indianische Sprachen, existieren praktisch nicht.

Der größte Teil der Bevölkerung lebt in städtischen Gebieten( ca. 68%) davon im Großraum Havanna alleine 2 Millionen. Die Altersstruktur der Bevölkerung ist mit einem Durchschnittsalter von 35-38 Jahren und einem Anteil von 18 % über 60-jährigen relativ ausgewogen.

Nach einer Verfassungsänderung von 1992 hat sich Kuba vom atheistischen zum säkularen Staat entwickelt mit dem Katholizismus und der Santeria(Mischreligion) als hauptsächliche Glaubensrichtungen.

Nach oben

Wirtschaft

Wirtschaftlich befindet sich Kuba derzeit in einer Phase des Wandels mit segmentierter Einführung von privatwirtschaftlichen Aktivitäten der Bevölkerung, Joint-Venture-Geschäfte im Tourismussektor und neuen Partnerschaften, insbesondere mit China, im Erdöl- und Energiesektor. Als Haupteinnahmequelle hat sich dabei in den vergangenen beiden Jahrzehnten der Tourismus entwickelt, ein Bereich in welchen auch erhebliche Resourcen investiert werden.

Die noch zu Beginn der neunziger Jahre schwerpunktmäßge Ausrichtung auf den Anbau von Zuckerrohr und den Export von Zucker wurde zunehmend auf den Bereich der Produktion von Alkohol für die Rum-Produktion zurückgedrängt, wobei da noch Entwicklungsmöglichkeiten insbesondere im Kraftfahrtsektor bestehen. Die brach liegenden ehemaligen Zuckerrohrflächen werden entweder für den Anbau anderer Agrarprodukte genutzt oder mit Hilfe verschiedenen internationaler Programme und Partner renaturiert. 

Nach oben