Geologie und Vegetation


Geologie

Die geologische Entstehung der Karibik ist kompliziert und bis heute noch nicht endgültig entschlüsselt. Als gesichert gilt, das mit dem auseinanderbrechen des Urkontinents Pangea, im Jura und der frühe Kreidezeit(ca. 160 Mill. Jahre), der Nordatlantik, die großen Antillen und der Golf von Mexiko entstanden sind.(15. Karibische Geologische Konferenz, Jamaica 1998) Zu diesem Zeitpunkt befand sich Nordkuba(NCu) mit dem Barbados Terrain und Florida als südliche Teile des nordamerikanischen Kontinents etwa auf der Höhe von Dakar, Afrika, und der Südliche Teil Kubas(SCu) vor der Küste von Venezuela.

Betrachtet man die heutige Situation, so zeigt sich das in den vergangenen 160 Mill. Jahren Nord- und Südamerika einige tausend Kilometer nach Westen gedriftet sind(sie entfernen sich heute noch jährlich um ca. 3 cm von Europa) und die sich mittlerweilen herausgebildete karibische Platte dieser Westdrift jährlich mit etwa 2 cm folgt. In einer Art Schraubstock zwischen der Südamerika-Platte welche nach Osten drückt und der relativ passiven Nordamerika-Platte entstand entlang der kubanischen Nordküste eine Überschiebungslinie, während im Süden Kubas im Eozän zwei Platten begannen sich gegenläufig zu bewegen. Aus dieser Gegenbewegung der Platten entstand der Cayman Bruchgraben welcher Kuba von Haiti trennt.

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Im Ergebnis der chaotisch anmutenden widerstreitenden tektonischer Kräfte ist ein Flickenteppich verschiedenster geologischer Formationen auf kleinstem Raum entstanden welcher die Geologie Kubas nachhaltig prägt.
Insgesamt lassen sich grob vier geologische Gruppen unterscheiden:

  1. kontinentale Einheiten die aus Teilen der nordamerikanischen Bahamas-Plattform entstanden;
  2. Einheiten aus der ehemals basaltischen Ozeankruste entstanden, welche sich in zwei maßgeblichen Strukturen zeigen, dem frühtertiärem nördlichen Ophiolit(gut erkennbare grünliche Gesteinsschichten) sowie einer komplexen Mischung von metamorphosen Vulkangesteinen(Serpentinite, sehr brüchiges Gestein) kreidezeitlichen Ursprungs auf Amphibolit-Basis;
  3. neuzeitlichen Felsablagerungen aus dem Eozän(56 - 33 Mill. Jahre) und Quartär( 2,5 Mill. Jahre bis Heute) welche die Hälfte der Fläche von Kuba bedecken;
  4. paläogene(ehemals Tertiär, ca. 66 - 23 Mill. Jahre) bogenförmige, heute noch aktive Subduktionszonen vulkanischen Ursprungs.

Die jüngsten Formationen in Kuba sind die verbreitet anzutreffenden Korallenbänke welche durch Hebungs- und Senkungsvorgänge hauptsächlich Ostkubas entstanden sind. Insbesondere der sog. mittelkubanische Rücken(z. B. Peninsula de Zapata, die Zapata-Halbinsel) besteht in weiten Teilen aus diesen Strukturen die teilweise mit großflächigen Unterhöhlungen und Kalkterrassen auftreten. Das markante, häufig anzutreffende Gestein sind die sogenannten Hundszahnkalke, einer sehr scharfkantigen, stark löchrigen Kalkformation deren Ursprung als Korallenbänke noch erkennbar ist. Ebenso findet man an den Küsten verbreitet Brandungskehlen in welchen die Bildung von Stalaktiten und Stalakmiten noch sichbar ist.

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Vegetation